Grundlegende Elemente des schweizerischen Arbeitsrecht

In diesem Blogpost beleuchten wir entscheidende Elemente des schweizerischen Arbeitsrechts, die für Arbeitnehmer besonders wichtig sind und oft Anlass zu rechtlichen Auseinandersetzungen bieten.

Arbeitsverträge verstehen

In der Schweiz ist ein Arbeitsvertrag eine verbindliche Absprache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die die Beziehung sowie die grundlegenden Rechte und Pflichten beider Parteien regelt. Obwohl Arbeitsverträge mündlich oder schriftlich geschlossen werden können, ist es ratsam, stets auf einen schriftlichen Vertrag zu bestehen. Dies sichert Ihnen als Arbeitnehmer den schriftlichen Nachweis Ihrer Vertragsbedingungen und dient der Klarheit über alle wesentlichen Beschäftigungskonditionen. Eine gründliche Prüfung des Vertrags hilft, Missverständnisse zu vermeiden.

Freie Vertragsgestaltung mit gesetzlichen Grenzen

In der Schweiz herrscht grundsätzlich Vertragsfreiheit, was bedeutet, dass der Inhalt eines Arbeitsvertrages frei gestaltet werden kann, solange er sich innerhalb der durch das Gesetz vorgegebenen Grenzen bewegt. Dies dient dem Schutz des Arbeitnehmers vor möglichen Ausnutzungen durch den Arbeitgeber.

Was gehört in einen Arbeitsvertrag?

Ein umfassender Arbeitsvertrag sollte folgende Punkte klar und deutlich festhalten:

  • Identifikation der Vertragsparteien und Vertragsdatum: Diese Angaben sind essenziell für die Gültigkeit und historische Nachvollziehbarkeit des Vertrags.
  • Arbeitsort und Arbeitszeiten: Der Vertrag muss den Ort und die regulären Arbeitszeiten inklusive Regelungen zu Überstunden und Schichtarbeit spezifizieren.
  • Aufgabenbereich: Eine genaue Beschreibung der zu erledigenden Aufgaben und Tätigkeiten hilft, die Erwartungen zu klären und den Weisungsbereich des Arbeitgebers zu definieren.
  • Vergütung und Zusatzleistungen: Die Lohnhöhe, Zahlungsfrequenz und zusätzliche Leistungen wie Boni und Sozialleistungen sollten klar definiert werden.
  • Probezeit: Diese ermöglicht eine beidseitige Bewertung der Eignung für die Position. Details zur Probezeit und zur Kündigungsfrist sollten explizit erwähnt werden.
  • Kündigungsfristen und Vertragsbefristung: Wichtige Regelungen, um die Beziehung bei Bedarf beenden zu können, unter Berücksichtigung gesetzlicher oder vereinbarter Fristen.
  • Ferienregelung: Die Anzahl der bezahlten Ferientage und die Modalitäten für deren Beantragung müssen festgelegt werden, wobei gesetzliche Mindestanforderungen zu beachten sind.

Wann sollten Sie Ihren Vertrag überprüfen?

Wenn Unsicherheiten bestehen, ob ein Arbeitgeber sich an die gesetzlichen Vorgaben hält, empfiehlt es sich, den Arbeitsvertrag und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen überprüfen zu lassen.